Thema: RPG: Wolfsmond |
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Llynn hatte das Schlusslicht der Gruppe gebildet, fast als könne sie so den Augenblick in dem sie der wahnsinnigen Göttin gegenüber treten würden etwas verzögern.
Als Shairi, welche zuletzt fast auf ihrer Höhe gelaufen war, abermals stehen blieb ging sie erst noch ein paar Schritte weiter, blieb dann jedoch ebenfalls stehen und sah unschlüssig zwischen der Delryn und den anderen hin und her.
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Als Dragow endlich wieder zu ihnen traf stand auch Llynn auf.
Auf seine Frage hin zuckte sie nur leicht mit den Schultern und sah zu Shairi und Li´en, in der Hoffnung, einer von ihnen hätte eine Idee.
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Mit verständnislos gerunzelter Stirn blickte Llynn Shairi einen Moment an, dann zuckte sie die Schultern. Aus dieser Frau wurde sie nicht schlau, und würde es vermutlich auch nie werden.
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"Aber war das nicht ein guter Zauber wenn er dich am Altern gehindert hat?"
Llynn kniete sich in etwa einer Armlänge von der Delryn entfernt in das weiche Gras und sah Shairi strinrunzelnd an. Nicht, dass sie etwas von Magie verstand, aber ein Zauber der verhinderte, dass jemand älter wurde konnte doch nicht so schlimm sein.
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"Warst du krank?"
Llyn verstand nicht, was Shairi meinte. Wenn sie krank aussah, dann jetzt, und nicht bevor sie die Lichtung betreten hatte.
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"Ich kümmer mich um das Wasser"
Kurz zögerte Llynn und sah auf die neben ihrem Gepäck liegende gefüllte Wasserflasche, dann entschloss sie sich jedoch die Gelegenheit sich zumindest für einen Augenblick von den beiden entfernen zu können zu nutzen und löste ihren Holzbecher vom Gürtel.
Das Gefäß in der Hand begab sie sich zu dem in wenigen Schritt Entfernung munter dahinfließenden Rinnsal und schöpfte etwas des kühlen, frischen Wassers. Mit dem Gefüllten Becher kehrte sie zu den anderen zurück und kniete vorsichtig neben Shairi, ihr das Wasser hin haltend.
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Etwas unentschlossen trat Llynn von einem Fuß auf den anderen.
Einerseits verspürte sie keine große Lust alleine - von Li`en, welcher ihr seit dem Traum mit der Mondgöttin auch etwas ungeheuer war abgesehen - mit Shairi zu bleiben. Andererseits war sie sich nicht sicher, ob es nach dem was mit der Delryn passiert war klug wäre zu den Bäumen zurück zu kehren. Zumal Li`ens Beobachtung soweit sie es beurteilen konnte zu stimmen schien.
"Ich... Ich warte solange hier."
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Llynn hielt sich etwas im Hintergrund, all dies war ihr nicht geheuer.
Wieso war Shairi plötzlich so alt geworden? Wieso war ihr und den anderen das nicht passiert? Oder hatte sie es vielleicht nur einfach nicht gemerkt? Erschrocken starrte sie wie Shairi auf ihre Hände. Doch sie hatten sich nicht verändert.
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Mit offenem Mund starrte Llynn auf Shairi, und erst als Li´en und Dragow die Delryn mühsam versuchten fortzuschaffen sprang sie zu ihnen und versuchte so gut es ging mit anzupacken.
"Sollten wir sie nicht auf Rabans Rücken legen? Er könnte sie schnell hier weg tragen."
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Auch Llynn war dazu gekommen und sah mit einer Mischung aus Neugier und Unsicherheit die Delryn an.
"Was passiert mit ihr?"
Interessiert beobachtete sie wie Dragow Shairi untersuchte. Auch wenn sie nicht verstand was er mit dem was er da tat bezweckte sah es für sie doch so aus, als wäre dies nicht das erste Mal, dass er jemanden untersuchte.
"Bist du Heiler oder sowas? Wo hast du das gelernt? Kann ich das auch lernen?"
Wie oft wenn sie etwas nicht verstand und ihre Neugier geweckt war stellte Llynn eine Frage nach der anderen, ohne eine Antwort abzuwarten. Alleine die Scheu vor der Delryn hielt sie davon ab sich neben Dragow zu knien und zu versuchen es ihm gleich zu tun.
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Llynn nickte eifrig, so dass die in ihr Haar geflechteten Glöckchen und bunten Steine leise klimperten.
"Wofür macht ihr das denn? Ich meine, wenn man eine Blume oder einen Baum sehen möchte kann man doch auch einfach in der Wald gehen, oder so, und sie sich ansehen..."
Neugierig reckte sie den Hals um einen Blick in das Tagebuch zu erhaschen.
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"Ich find's schade, dass die Musik so leise geworden ist... Es war so... schön"
Llynn fehlten die Worte um zu beschreiben was sie beim Hören der Musik verspürt hat, und so zuckt sie etwas hilflos mit den Schultern.
Neugierig folgt ihr Blick Li´en und bleibt an Shairi hängen. /Ob ihre Melodie auch so durcheinander ist wie die von Talena?/ Nachdenklich runzelt sie die Stirn, dann schüttelt sie unmerklich den Kopf.
/Sie ist zwar komisch, aber so verrückt wie die Mondgöttin ist schien nicht. Mal sehen was passiert wenn sie wieder aufwacht./
Doch das schien noch eine ganze Weile zu dauern, und so wandte sie sich Dragow zu welcher gerade sein Tagebuch aufgeschlagen hatte und darin blätterte.
"Was machst du da? Wofür ist das?"
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Nach einer Weile ebbte die Musik langsam ab und enttäuscht schlug Llynn die Augen auf. Ein Stück weiter weg saß Shairi unter einem Baum, und in der Mitte der Lichtung standen Raban, Dragow und Li´en.
Erneut versuchte sie den Gesang herauf zu beschwören indem sie sich intensiv auf die Melodie konzentrierte, doch mehr als das allgegenwärtige leise Säuseln konnte auch sie nicht mehr wahrnehmen. Mit einem unzufriedenen Schnauben stand sie auf, sah noch einmal missmutig an dem Baum unter dem sie gesessen hatte hinauf, dann ging sie auf die Gefährten zu.
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Mit großen Augen und offenem Mund folgte Llynn den anderen auf die Lichtung. Obwohl sie im Mythenwald aufgewachsen war war sie nie tief genug in der Wald hinein gekommen um einen Transuresbaum zu Gesicht zu bekommen, geschweige denn einen ganzen Hain von ihnen.
Staunend sah sie sich um und ging ein paar Schritte auf der Lichtung hin und her, auf der Suche nach der Quelle der Musik. Mit noch größerer Verwunderung stellte sie letztlich fest, dass der überirdische Klang direkt von den Bäumen zu kommen schien, und fasziniert blieb sie unter einem von ihnen stehen.
Neugirig streckte sie die Hand nach einer der roten Früchte aus, doch als ihre Finger diese berührten verdorrte sie und fiel mit einem leisen Platschen zu Boden. Erschrocken und ein wenig schuldbewusst sah sie sich um, doch die anderen schienen zu sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein um sie zu bemerken.
Wie in einem Traum wandelte Llynn unter den Bäumen herum, gedankenverloren der Musik lauschend. Irgendwann setzte sie sich einfach unter einen der Bäume und schloss die Augen, während der Gesang der Bäume durch sie hindurch zu fließen schien und alle anderen Gedanken beiseite schob.
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Grinsend erwiderte Llynn Rabans Blick.
"Nicht, dass Kobolde sich an so etwas langweiliges wie Straßen halten würden..."
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Als das Irrlicht losstob stand Llynn auf, befestigte ihr kleines Bündel am Gürtel und folgte den anderen.
Vorneweg flog das Irrlicht, hinter ihm Shairi und Li´en. Llynn hielt sich lieber an Dragow und Raban. Nicht nur, weil der Zentaur in ihrem Augen eine viel angenehmere Gesellschaft war als die Delryn, seine Hufe mochten bei einer Gefahr ein weitaus besserer Schutz sein als alles was ihr selber zur Verfügung stand.
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Grinsend sah Llynn Dragow an. Seine Hartnäckigkeit Raban zum Schweigen zu bringen war schon auffällig, und sie hätte zu gerne gewusst was er zu verbergen versuchte.
Andererseits war ihr klar, dass die einzige Möglichkeit etwas darüber zu erfahren wäre, Raban in Dragows Abwesenheit auszuquetschen, was den Zentauren unter Umständen in ziemlich Schweirigkeiten bringen könnte. Und das wollte sie auch nicht.
Mit einem Schulterzucken setzt Llynn sich auf den Boden, die Beine zum Schneidersitz kreuzend und sieht zu wie Dragow nach und nach seine Sachen auf Rabans Rücken verstaut.
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Fragend sah Llynn zu Raban auf als er so abrupt inne hielt, doch wie es schien würde sie nicht erfahren was er sagen wollte, was auch immer es gewesen war.
Ein Schmunzeln huscht über ihr Gesicht bei Dragows Worten, und sie wirft einen schelmischen Seitenblick zu Raban.
"Na Hauptsache er ist wieder er selbst, ich stelle mir das grässlich vor verzaubert zu sein und nicht reden zu können."
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Schweigend sammelte auch Llynn ihre wenigen Sachen zusammen und trat zu Raban und Dragow.
Ihr war alles andere als wohl bei dieser Geschichte, und da sie noch nie jemand gewesen war der besonders gut darauf verstand seine Gefühle zu verbergen sah man es ihr auch deutlich an. Dennoch versuchte sie ihre Stimme einigermaßen fest klingen zu lassen als sie sprach.
"Ich komme auch mit... Wenn's sein muß auch zu dieser Höhle."
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Verwirrt blinzelte Llynn. War das tatsächlich die Herrin des Gartens gewesen? Es erschien ihr so schwer zu glauben, aber noch unwahrscheinlicher war, dass Immergrün ihr und den anderen eine Vision schicken könnte die nicht der Wahrheit entsprach. Also musste es wohl so geschehen sein.
Die Stirn in Falten legend sah sie Shairi an wie sie auf sie zu kam kam.
Nach ihrem gemeinsamen Erlebnis mit der Vision der Mondgöttin wäre Llynn am liebsten einfach nur davon gelaufen, alleine die Tatsache, dass es der Mythenbaum gewesen war der sie überhaupt erst hierher gerufen hatte hatte sie bleiben lassen. Nach dem was sie gesehen hatte war an ein rasches Verschwinden gar nicht mehr zu denken, und obwohl ihr alleine der Gedanke Talina in Wirklichkeit gegenüber zu treten in keinster Weise behangte wusste sie, dass sie es zumindest versuchen würde.
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